Weihnachtskarte 2021: Gendarmenmarkt

Auf der Place des Gens d`Armes standen von 1735 bis 1773 die Ställe des Kürassierregiments. Friedrich der Große hat sie 1773 verlegt und ein Haus für die Französische Komödie erbauen lassen.
Carl Gotthard Langhans errichtete 1800-02 an der Stelle den Neubau des Königlichen Nationaltheaters, das 1817 abbrannte.
Der am 13.März 1781 in Neuruppin geborene Karl Friedrich Schinkel bekam am 2.April 1818 den Auftrag zum Wiederaufbau.
Nach nur 3 Wochen legte er die Entwürfe dafür vor, die im selben Jahr zum Baubeginn führten.
U.a. ließ er auf den seitlichen Giebeln des Gebäudes auf das Theater bzw. die Musik bezogene Skulpturen der antiken Mythologie von Christian Friedrich Tieck errichten. Darunter war z.B. Pegasus, das weiße geflügelte Wunderpferd der Dichter und Denker, ein Mischwesen aus Pferd und Adler, das Kind des Poseidon und der Medusa.
Nach der Eröffnung dirigierte am 18.Juni 1821 der Komponist Carl Maria von Weber im nun so genannten Schauspielhaus die Uraufführung seiner Oper „Der Freischütz“.
In Knaurs Opernführe von 1952 (!) ist u.a. über die Romantische Oper, die nach dem 30jährigen Krieg spielt, zu lesen:
…Die unvergleichlich schöne Ouvertüre erfüllt uns von den ersten Takten an mit Waldstimmung, im weich tönenden Gesang der Hörner, dem dumpfen Tremolo der Streicher, wenn es im Pizzicato von Bässen und Pauken unheimlich aufrauscht, und diese Waldstimmung lässt uns nicht mehr los, sie klingt durch die großen Arien von Max, von Agathe, durch die beiden Terzette, die beiden Finales…Für die Naturschilderungen fand Weber völlig neue Orchesterfarben. Die eigenartige Verwendung der Klarinette, der Piccoloflöte, der tiefen Streicher, gemischt mit Fagotten und gestopften Hörnern, ergab eine bisher noch nie vernommene Klangwirkung, auf der dann Berlioz und Wagner aufbauen konnten.“
Nach den Kriegszerstörungen wurde der Ort 1950 „Platz der Akademie“ benannt. 1977 begann die Rekonstruktion des Platzensembles und 1984 wurde das Schauspielhaus wiedereröffnet.

Recherchiert durch Bernd Frischgesell

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